Adventure Weeks: Haitauchen

Den gefährlichsten Raubtieren unsere Ozeane einmal ganz nah sein: Ein Alptraum für die meisten von uns, doch der größte Kick für Adrenalinjunkies.

Ihr befindet Euch 18m unter der Oberfläche des Ozeans und seid fast taub. Alles, was Ihr noch hören könnt, ist Eure eigene Atmung und das Blubbern der Luftblasen, die schnell in Richtung Oberfläche verschwinden. Ihr genießt das Gefühl von Schwerelosigkeit und während Ihr die Fische beobachtet, die langsam um Euch herum gleiten, entspannt sich Euer Herzschlag.

Auf einmal bemerkt Ihr einen Schatten, der sich langsam durch die Tiefen auf Euch zu bewegt. Das Licht hier unten ist schlecht, doch da ist definitiv etwas Großes, das auch die anderen Taucher bemerken. Plötzlich sind alle Fische verschwunden und es erscheinen mehr und mehr Schatten im trüben, dunklen Wasser.

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Die Formen materialisieren sich und Ihr erkennt: Fünf Schwarzspitzen-Riffhaie schwimmen in Eurer unmittelbaren Nähe. Euer Herzschlag tobt Euch jetzt in den Ohren. Die Bewegungen der Haie sind elegant und flüssig, doch ihr merkt, dass sie sich in der Nähe von Menschen gar nicht so unwohl fühlen und neugierig auf die Besucher ihrer Heimat reagieren.

Wenn Ihr diese Erfahrung schon einmal gemacht habt, dann wart Ihr Haitauchen. Eine Tätigkeit, die erst in den letzten Jahren an großer Popularität gewann und mittlerweile zu einem massiven Geschäft rund um die Welt geworden ist. Zum Beispiel in Südafrika, der wohl weltbeste Haitauchplatz, werden pro Jahr etwa 30 Millionen Euro an Touristen verdient, die Haie aus nächster Nähe sehen wollen.

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Die am häufigsten angewandte Methode, wenn es um das Tauchen mit Haien geht, ist das Käfigtauchen. Diese Methode ist bei weitem die sicherste und trotzdem können die Schaulustigen den Tieren noch ganz nah sein. Der Käfig ist normalerweise an einem Schiff angebracht und hat Platz für etwa vier Taucher.

Natürlich ist das für viele Fischliebhaber noch nicht das höchste der Gefühle und so gibt es einige Hart gesottene Freaks, die auf Käfig und Sicherheits-Link zum Boot verzichten. Bei dieser extremsten Form des Haitauchens, schwimmen Menschen ganz offen im natürlichen Lebensraum der scharfzähnigen Raubtiere. Zwar gibt es bestimmte Orte auf der Erde, wo mehr oder weniger friedliche Tiere leben, doch auch das ist ein unberechenbares Spiel.

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Über offene Tauchgänge mit Haien wird immer wieder berichtet, dass es sehr wichtig ist, Respekt zu zeigen und ruhige, starke Bewegungen zu machen. Fast immer bleiben die Taucher am Boden des Meeres und warten in aufrechter Position, da sich Haie in der Regel weniger durch hohe, vertikale Wesen bedroht fühlen, als durch lange, flache. Zur Ausrüstung bei einem solchen Spaziergang gehört für die meisten allerdings auch eine spitzer Stock oder eine Harpune – man kann eben nie wissen, was passiert.

Würdet Ihr Euch das Wasser mit Haien teilen?

Samstag, 12. April 2014