Diese zehn Dinge denkt Ihr über HIV. Ihr liegt aber falsch

  • Auch Stars kann es treffen: Diese Promis haben oder hatten den HI-Virus

  • Queen-Frontmann Freddie Mercury starb 1991 an AIDS.

  • Basketball-Star "Magic" Johnson wurde in der Saison 1991/1992 positiv auf HIV getestet und lebt seit heute mit der Krankheit.

  • Auch der Philosoph Michel Foucault war an HIV erkrankt und starb 1984 in Paris.

  • Der HIV-positive Pornodarsteller John Holmes war das Vorbild für den Hauptcharakter im Film "Boogie Nights".

  • Seine Kunst hatte in den 90ern fast jeder als Bettwäsche: Keith Harding.

  • Der Traum unserer Großmütter: Rock Hudson starb in den 80ern an den Folgen von AIDS.

  • Ist ebenfalls HIV-positiv: Erasure-Sänger Andy Bell

  • Ex-No Angel Nadja Benaissa wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil sie ihrem Sexpartner nichts von ihrer HIV-Infektion sagte.

  • Lebt seit Anfang der 90er mit dem HI-Virus: Holly Johnson von der Band "Frankie Goes To Hollywood"

  • Der HIV-positive Anthony Perkins wurde als Norman Bates in Hitchcocks "Psycho" weltberühmt.

  • Die beliebtesten Musikvideos auf VIVA

    Macklemores Musikbuddy Ryan Lewis hat öffentlich gemacht, dass seine Mutter HIV-positiv ist. Wir nehmen das zum Anlass, die zehn schlimmsten Vorurteile richtig zu stellen.

    Vor 30 Jahren infizierte sich die Mutter von Ryan Lewis mit HIV. Nicht, weil sie ungeschützten Sex hatte oder weil sie als Drogensüchtige an der dreckigen Nadel hing. Zum Start seiner Anti-Aids-Kampagne 30/30 Project schrieb Macklemores Musikbuddy auf der Fundraising-Seite on Indiegogo.com:

    “Wenn ich ein paar Minuten Eurer Zeit haben darf, würde ich Euch gern von der stärksten Frau erzählen, die ich kenne – von meiner Mutter, Julie Lewis. 1984 gebar meine Mutter meine ältere Schwester Teresa. Es gab Komplikationen während der Geburt, sie brauchte eine Bluttransfusion. Und in diesem Moment hatte meine Mutter HIV-positives Blut in ihrem Körper. Als sie die Diagnose bekam, wurden ihr ein paar Jahre zu leben gegeben.”

    Das 30/30 Project hat Ryan Lewis gemeinsam mit seiner Familie ins Leben gerufen, um 100.000 US-Dollar für ein Gesundheitszentrum in Malawi zu bauen. Im Neno Distrikt ist jeder zehnte Bewohner HIV-positiv.

    >>> Hier könnt Ihr das 30/30 Project unterstützen

    Nicht nur in Afrika, auch bei uns in Europa sind HIV und Aids noch immer ein Problem. Wir klären Euch über die zehn verbreitetsten Vorurteile über die Krankheit auf.

    HIV ist ein Todesurteil
    Nein. Wer HIV-positiv ist, hat noch nicht Aids. Er oder sie hat sich nur mit dem Virus infiziert, das die Krankheit auslöst. Mittlerweile gibt es gute Medikamente, die ein halbwegs normales Leben ermöglichen. Da Aids aber noch immer eine unheilbare Krankheit ist, solltet Ihr trotzdem alles tun, um eine Ansteckung zu vermeiden.

    Aids kriegen doch nur Schwule
    Nein. Zwar sind homosexuelle Männer gefährdeter, wenn sie ungeschützten Analsex praktizieren, aber weder Geschlecht noch sexuelle Orientierung schützen Euch vor HIV.

    HIV bekommt man schon vom Küssen oder Anfassen
    Nein. HI-Viren werden über das Blut oder andere Körperflüssigkeiten übertragen, aber nicht über den Speichel. Da müsstet Ihr schon beide eine klaffende Wunde im Mund haben, dass Ihr Euch beim Küssen anstecken könntet.

    Ich bin ja gesund, ich muss nicht zwingend ein Kondom benutzen
    Wer an HIV erkrankt, merkt davon erst einmal überhaupt nichts. Sicher sein kann man nur, wenn man einen HIV-Test macht. Schützt Euch und andere immer mit Kondomen, nur so könnt Ihr das Risiko einer Infektion auf ein Minimum beschränken.

    Wer HIV hat, verkehrt in zwielichtigen Kreisen
    Nein. Zwar sind zum Beispiel Drogenabhängige, die benutzte Nadeln verwenden, stärker bedroht als der renommierte Oberarzt im Countryclub, aber trotzdem gilt: Mit HIV kann sich jeder überall anstecken.

    Das ist doch nur ein Problem von Afrika
    Ja, Afrika hat ein großes Problem mit HIV. Aber auch die Tatsache, dass wir in Europa leben, schützt uns nicht davor, uns anzustecken. Da müssen wir schon aktiv vorbeugen.

    HIV-Infizierte sind halt zu dumm und haben nicht aufgepasst
    Das stimmt nicht. Klar gibt es viele Menschen, die zum Beispiel kein Kondom benutzt haben. Aber wie im Fall von Ryan Lewis’ Mutter kann auch eine infizierte Blutspende zur Infektion führen.

    >>> Die fünf besten Filme zum Thema AIDS

    Bei Oralverkehr kann mir nichts passieren
    Das stimmt nicht. Wenn Ihr zum Beispiel Zahnfleischbluten habt, könnte es durchaus sein, dass HI-Viren in Euren Blutkreislauf gelangen. Auch beim Oralsex ist die sicherste Methode, ein Kondom zu benutzen.

    HIV-positive Frauen können keine Kinder bekommen
    Schwangere und ihr ungeborenes Baby haben unterschiedliche Blutkreisläufe. Im Mutterleib kann sich das Kind also nicht infizieren. Kritisch wird es bei der Geburt und wenn das Baby gestillt wird. Im Fall von Ryan Lewis hat sich der Musiker auch nicht bei seiner Mutter angesteckt, obwohl sie zum Zeitpunkt seiner Geburt schon infiziert war.

    Wenn man HIV hat, ist das Leben vorbei
    Nein. HIV-positive Menschen können mit den richtigen Medikamenten sehr lange leben und auch ganz normal. Natürlich müssen sie besser auf sich achten als gesunde Menschen, denn eine kleine Erkältung kann schon zur Katastrophe werden. Trotzdem können sie normal arbeiten, eine Familie gründen und ein normales Leben führen. Grenzt HIV-positive Menschen nicht aus und fragt nach ihrer Geschichte, bevor ihr ein Urteil über sie fällt.

    Braucht Ihr mehr Infos zum Thema Aids und HIV? Dann guckt doch mal auf den Seiten von Jugend gegen Aids vorbei. Da bekommt Ihr mehr Zahlen, Fakten und alles Wissenswerte rund um die Krankheit.

    >>> Hier geht's zur Website von Jugend gegen Aids

    Mittwoch, 23. April 2014