BND Is Watching You: Warum der deutsche Geheimdienst Soziale Netzwerke durchleuchten will

Nachrichten, Posts und Bilder, alles könnte bald auf dem Tisch des deutschen Geheimdienstes landen.

Noch während Ihr eine Nachricht schreibt oder ein Foto teilt, soll diese Information bereits beim deutschen Geheimdienst landen. In Echtzeit will der Bundesnachrichtendienst, BND, in Zukunft soziale Netzwerke, wie Facebook und Twitter, aber auch Portale wie Flickr und einfache Web-Blogs überwachen.

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Für das Projekt „Echtzeitanalyse von Streaming-Daten“ soll eine große Menge Geld fließen: 300 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren in die technische Aufrüstung zur Überwachung gesteckt werden, das berichten die “Süddeutsche Zeitung”, der WDR und der NDR. Nach dem Vorbild des amerikanischen Geheimdienstes, NSA, soll es dem BDN dadurch möglich sein, Daten aus sozialen Netzwerken systematisch auszuwerten.

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Nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” rechtfertigte der BND sein Vorgehen mit dem Wettbewerb zwischen den Geheimdiensten: Befreundete Nachrichtendienste aus den USA und England seien methodisch und technisch viel besser aufgestellt. Wenn die Deutschen nicht langsam aufholen, dann würden sie bald hinter anderen Diensten, wie dem Spanischen und dem Italienischen zurückfallen.

Natürlich ist der BND, als deutscher Geheimdienst, darauf ausgerichtet Aktivitäten im Ausland aufzuzeichnen. Doch lässt sich in sozialen Netzwerken wohl kaum eine klare Linie zwischen Deutschen und Usern anderer Länder ziehen. Wir können also nicht ausschließen, dass der BND auch bei unserem nächsten Post mitliest.

Sonntag, 01. Juni 2014