WTF! - Ein Busfahrer soll einen Schüler gezwungen haben, die Kotze eines Fremden aufzuwischen

Schülerschreck Busfahrer? Weil er sich erniedrigt fühlt, verklagt ein Schüler jetzt einen Linienbusfahrer.

“Ein Hoch auf unseren Busfahrer?” – Wenn man der Geschichte eines 18-jährigen Realschülers aus Hagen in Nordrhein-Westfalen glaubt, dann gibt es leider wenig Grund dazu. Ein 50-Jähriger Linienbusfahrer soll den Schüler im Bus eingesperrt und ihn dann dazu gezwungen haben, das Erbrochene eines bereits ausgestiegenen Fahrgasts aufzuwischen. Der Schüler fühlte sich gedemütigt und erhob Anklage gegen den Fahrer. Zu Recht?

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Draußen standen Leute und haben mich ausgelacht.“, sagte der Schüler im Interview mit der “WAZ”. „Ich war im verschlossenen Bus gefangen, sollte das Erbrochene mit meiner Jacke aufwischen.__“ Ein krasser Vorwurf, wegen dem sich der Busfahrer nun wegen Nötigung und Freiheitsberaubung vor Gericht verantworten muss. Doch was genau war passiert? Ein Mann, der sich offenbar schon während der gesamten Fahrt nicht wohlfühlte, hatte sich übergeben. Wenig später verließ er gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlicher den Bus. Der Realschüler blieb alleine zurück. Der Busfahrer verriegelte die Türen und stellte den 18-Jährigen vor die Wahl: 40 Euro Reinigungsgebühr oder sofort sauber machen.

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Alles Quatsch, sagt der angeklagte Fahrer, der sich weigert, die 1500 Euro Strafe zu zahlen. Mit den Worten „__Ich mach’ das schon sauber__“, soll der Schüler den Putzdienst freiwillig übernommen haben. Schwer zu glauben,dass jemand so bereitwillig das Erbrochene eines Fremden wegwischt. Doch die Geschichte ist damit noch nicht vorbei. Nach seinem Putzeinsatz sollte der Schüler die benutzten Tücher durch das Fenster nach draußen werfen. Als das Fenster dabei schmutzig wurde, soll ihn der Busfahrer gezwungen haben auch die Scheibe wieder auf Hochglanz zu bringen, alles begleitet von den hämischen Blicken der Jugendlichen vor dem Bus.

Leider ist es nicht der einzige Fall, in dem sich Busfahrer gegenüber Schülern schlecht verhalten. In Krefeld ließ ein Busfahrer eine zwölfjährige Schülerin nicht in den Bus, weil das Mädchen zuvor in einer Pfütze augerutscht war und nun dreckige Schuhe hatte. Auch hier überlegt der Vater des Mädchens, den Busfahrer wegen unterlassener Hilfeleistung anzuklagen. Sind Busfahrer etwa überhaupt nicht auf den Umgang mit Kindern und Jugendlichen vorbereitet? Im Fall des Zwangsputzdienstes des Realschülers sieht der Busfahrer auf jeden Fall nicht ein, einen Fehler gemacht zu haben: „__Eine Dienstanweisung besagt, dass bei Fehlverhalten von Kunden ein Reinigungsentgelt zu erheben ist. Er hätte mir doch ganz einfach den Namen des Bus-Verunreinigers nennen können.__“

Was habt Ihr für Erfahrungen mit Busfahrern gemacht? Sind Busfahrer wirklich der neue Schülerschreck oder steigt Ihr täglich zu coolen Fahrern in den Bus?

Samstag, 07. Juni 2014