Mafia 2.0: So protzt der Gangster-Nachwuchs im Netz

    Während sich die alten Mafia-Bosse noch über geheime Botschaften austauschten, öffnet sich der Mafia-Nachwuchs für soziale Netzwerke und macht sich damit angreifbar.

    Habt Ihr schon mal einen Mafiosi gesehen? Jetzt könnt Ihr. Denn der Mafia-Nachwuchs hat bei Facebook ein Profil unter falschem Namen angelegt und postet fleißig Bilder, auf denen zu sehen ist, in welchem Luxus die Gangster doch schwelgen. Von wegen Geheimhaltung! Die jungen Mafiosis denken gar nicht daran.

    Wie die “Daily Mail” berichtet sollen die Mafiosis über Facebook sogar Drogengeschäfte abwickeln und Schutzgeld eintreiben. Doch die Polizei ist den Gangstern bereits im Netz auf den Fersen. In Palermo sind die Beamten dazu angehalten, gezielt nach Mafiosi mit Fake-Profilen zu suchen.

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    Unter dem falschen Namen ist auch Domenico Palazotto auf Facebook unterwegs, der Erpresser zeigt sich beim Champagner schlürfen oder in der Limousine. Und er nennt sich “der echte Pate”. Naja, bisschen größenwahnsinnig vielleicht, der gute Domenico. Aber was solls.

    Sein Freund Salvatore d’Alessandro lässt über das soziale Netzwerk folgendes verlauten: “Noch bin ich einer der kleinen Haie, die in der Tiefe jagen. Aber die Zeit wird kommen, in der ich an die Oberfläche komme und mit niemandem Mitleid haben werde.” Oh ha.

    Die Polizei ist den Gangstern auf der Spur und freut sich über jede Datenspur, die sie im Netz hinterlassen.

    Sonntag, 10. August 2014