Depressionen: Woran Ihr sie erkennt und wann Ihr Euch Hilfe holen solltet

    Depressionen scheinen allgegenwärtig. Doch was sind Depressionen eigentlich genau? Und wann sollte man sich jemandem anvertrauen und sich Hilfe holen? VIVA.tv sagt es Euch.

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    Erstmal vorab: Depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Krankheiten. Dafür muss sich keiner schämen. Weltweit leiden rund 350 Millionen Menschen unter einer Depression. Doch welche Kriterien zeigen, dass man unter einer Depression leidet? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat internationale Haupt- und Zusatzsymptome festgelegt. Tritt eine bestimmte Anzahl dieser Symptome über eine bestimmte Dauer auf, ist es sehr wahrscheinlich, dass man an einer Depression leidet und man sich Hilfe suchen sollte.

    Die Hauptsymptome sind: 1. Verlust von Interesse und Freude, 2. depressive Verstimmung und 3. verminderter Antrieb.
    Zusatzsympoteme sind: Schlafstörungen, Schuldgefühle, Appetitminderung, pessimistische Zukunftsperspektiven, vermindertes Selbstwertgefühl, gestörte Konzentration oder Suizidgedanken und -handlungen.

    Treffen zwei Symptome aus der Hauptkategorie und zwei Symptome aus der Zusatzkategorie zu und dauert die Symptomatik mehr als zwei Wochen, dann ist eine Depression wahrscheinlich!

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    Viele Patienten berichten über ein verändertes Erleben und Gefühle der Hoffnungslosigkeit, über innere Leere, Schuld und Angst oder über die Unfähigkeit, überhaupt noch etwas zu empfinden. Permanentes Grübeln, negative Denkmuster und Suizdgedanken sind sehr häufig. Es folgt die Vermeidung von sozialen Kontakten, Hobbys werden nicht mehr gepflegt, oft kann die Arbeit nicht mehr bewältigt werden. Oft verstecken sich Depressionen auch hinter körperlichen Symptomen, wie Schlafstörungen oder Rückenschmerzen.

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    Doch nicht jeder Depressive ist gleich depressiv. Die Krankheit kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Bei der sogenannten “Unipolaren Depression” treten nur depressive Episoden auf. Diese Episoden können ein von ein paar Wochen bis hin zu Monaten dauern und treten im Leben mehr als einmal auf. Bei der “Bipolaren affektiven Störung”, besser bekannt als manische Depression, sind die Erkrankten nicht nur depressiv, sondern haben auch Epidosen, in denen sie einen unbändigen Tatendrang haben, die Stimmung gehoben ist und das Schlafbedürfnis fehlt. Manisch Depressive neigen zu Größenideen, häufig verbunden mit Kaufräuschen. Die “Dysthymie” ist eine leichter ausgeprägte Form der Depression, die aber chronisch ist.

    Falls es Euch nicht gut geht und Ihr denkt, dass Ihr an Depressionen leiden könntet, sucht Euch Hilfe und redet mit jemandem darüber.

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    Mittwoch, 13. August 2014