Perfekte Gesichter versus Individualismus: Was ist wirklich schön?

Die Frage nach wahrer Schönheit ist so alt wie die Menschheit. Doch liegt Schönheit wirklich im Auge des Betrachters oder gibt es nicht doch bestimmte Normen, die wir alle als schön empfinden? Hier gibt es Antworten.

Wirklich schön sein, ein Wunsch vieler Menschen. Die Schönheitsindustrie boomt und lockt mit Cremes, Diätprodukten und Schönheitsoperationen. Doch was ist wirklich schön? Und wie wird es bewertet? In der “Zeit” verrät der Kulturwissenschaftler Thomas Macho: “Schön ist zum einen, was auf Regel, auf Ähnlichkeit und Gleichheit abzielt. Daneben behauptet sich aber immer auch das Schönheitsideal der Besonderheit. Wie Cara Delevigne, zum Beispiel, mit ihren buschigen Augenbrauen. Der Grund für ihre Bekanntheit besteht auch in ihrer Unverwechselbarkeit.”

Doch auch, wenn Ihr jetzt nicht gerade auf buschige Augenbrauen steht, finden die meisten Menschen Cara schön. Der Grund: Sie hat ein symmetrisches Gesicht. Und Menschen empfinden Menschen als schön, wenn sie ein hohes Maß an Symmetrie aufweisen. Das haben Psychologen der Brunel University in England herausgefunden.

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Und was ist mit dem Körper? Ist der vollkommen egal? Erst mal die gute Nachricht: Eine Studie der Universität Crawley hat bestätigt, dass es bei der Bewertung von Attraktivität vor allem auf das Gesicht ankommt und erst in zweiter Linie auf den Körper. Doch auch der Körper wird bewertet. Männer finden Frauen attraktiv, die ein bestimmtes Taillen/Hüft-Verhältnis haben, die berühmte Sanduhrfigur, schmale Taille, etwas breitere Hüften. Diese Figur signalisiert den “Männchen”, dass Frau nicht schwanger ist und sie somit noch eine Chance haben ihre Gene weiter zu geben. Frauen stehen bei Männern auf breite Schultern und schmale Hüften. Also gilt bei Frauen als auch bei Männern Hüftspeck als nicht attraktiv.

Ein wesentlicher Faktor, wenn es um Schönheit geht, ist ganz klar eine makellose Haut. Je glatter die Haut, desto attraktiver wird das Gesicht eingschätzt. Was wirklich faszinierend ist, ist, dass die Forscher herausgefunden haben, dass attraktiven Menschen mehr positive Eigenschaften zugesprochen werden. Sie werden als gesünder und intelligenter eingeschätzt als die weniger attraktiven.

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Das sogennante “Attraktivitätsstereotyp” führt dazu, dass bereits schöne Kinder in der Schule bessere Noten bekommen und attraktive Erwachsene vor Gericht mildere Strafen. Echt abgefahren. Wir sind dennoch dafür, dass wir mehr Individualität groß schreiben sollten! Denn alles andere wäre einfach nur langweilig.

Samstag, 16. August 2014