Blutige Wolle aus Deutschland: Darum solltet Ihr bei Euren Herbstoutfits auf Wolle verzichten

    Schafe geben ihre Wolle nicht freiwillig ab. Wie krass die Tiere für Kleidung aus Wolle leiden, erfahrt Ihr hier.

    Es ist aber auch einfach zu gemütlich: Wenn es draußen regnet und der Wind pfeift, dann halten uns Wollpullover oder Wolljacke so richtig schön warm. Besonders in der kalten Jahreszeit zählt der warme Pfaden zu den beliebtesten Stoffen der Textilindustrie. Doch damit wir es mollig warm haben, werden Tag für Tag hunderttausende Schafe gequält. Aus den USA und Australien kennen wir bereits erschreckende Bilder der Schafschur: Mit systematischer Gewalt werden Schaf und Wolle auf blutigste Art und Weise voneinander getrennt.

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    In Deutschland sieht das leider kein Stück besser aus. Nach Informationen der Tierschutzorganisation PETA seien auch in deutschen Ställen Gewalt, Schläge und sogar Genickbrüche an der Tagesordnung. Die Tiere werden bei der Scherung gegen ihren Fluchtinstinkt zum Stillhalten gezwungen und falls sie nicht hören mit Schlägen mit der Schurmaschine gefügig gemacht. Und auch sonst sind deutsche Schäfer nicht zimperlich. Lämmern werden die Kehlen aufgeschnitten und ungehorsame Tiere werden erschlagen oder erschossen, schilderte ein ehemaliger Schäfer die grauenhaften Zustände gegenüber PETA.

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    Nicht nur das Schären ist grausam, auch die Haltung der Tiere findet unter unvorstellbaren Bedingungen statt: Bis zu 72% der Tiere sterben frühzeitig, weil in Massenhaltungsanlagen mit Tausenden von Tieren ihre Versorgung nicht gewährleistet werden kann. PETA-Ermittlern bot sich bei ihrer Recherche in einem deutschen Stall ein unfassbar grausames Bild: Tiere liegen in ihrem eigenen Kot oder schleppen sich mit Verletzungen zu den Futterstellen. In einer Kadavertonne werden unbrauchbare Tiere einfach entsorgt und übereinandergestapelt.

    Kein Tier sollte so gequält werden, damit wir einen schönen Winterpulli haben! Es gibt zahlreiche Alternativen, die das Tragen von Wolle absolut überflüssig machen:
    Mit Materialien, wie atmungsaktiven Tencel, Polyestervlies, synthetisches Shearling, Sisal, Bambus, Baumwollflanell, Viskose, Acryl und Sojaseide könnt Ihr shoppen gehen, ohne Tieren damit zu schaden. Und Wolle ist natürlich nicht das einzige Produkt für deren Herstellung Tiere misshandelt werden. Aber auch für Leder, Seide, Pelze und Angora-Haare gibt es sehenswerten Ersatz.

    Wenn Ihr wirklich etwas ändern wollt, solltet Ihr die Etiketten der Kleidung, die Ihr kauft genau prüfen und in den Läden gezielt nach Alternativen fragen. Nur so bekommen die Anbieter mit, dass auch tierfreie Produkte sich verkaufen.

    Im PETA Shopping Guide findet Ihr Hinweise und Tipps fürs tierfreundliche Einkaufen.

    Dienstag, 02. September 2014