Rechts vor Handy: In China haben Smartphone-Junkies jetzt ihren eigenen Bürgersteig

    Wer den Blick nicht vom Display lösen kann, muss auf dem Idiotenweg laufen.

    90 Prozent der chinesischen Bevölkerung besitzen ein Smartphone, das sie auf Schritt und Tritt begleitet. Das klingt zunächst nicht weiter ungewöhnlich, doch wenn eine Horde Telefon-Zombies mit dem Aufmerksamkeitsvermögen eines Pappkartons durch die Straßen stolpert, dann kann das schon mal gefährlich werden.

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    So gefährlich, dass sich die chinesische Administration nun etwas ganz Besonderes ausgedacht hat, um ihre umherstolpernde Meute wieder auf Linie zu bringen: In der westchinesischen Metropole Chongqing gibt es jetzt einen eigenen Bürgersteig für Handy-Junkies, genauer gesagt eine eigene Spur.

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    First mobile phone sidewalks in China”, steht auf einem blauen Schild, das die neue Aufteilung stolz ankündigt: Links die Handy-Opfer, rechts die normalen Menschen. Klingt ja auch erst mal ganz putzig, trotzdem lässt der neuste Geniestreich der chinesischen Verkehrsplaner ein paar dicke Fragezeichen bei uns entstehen: Wie sollen die Telefon-Abhängigen die Spur überhaupt finden, wenn sie ihren Blick nicht von ihrem Display lösen?

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    Ist es nicht wahrscheinlicher, dass eine Horde hirnloser Handy-Junkies, zusammengepfercht auf einer kleinen Spur, eher ineinander rennt, als wenn sie sich einen Gehweg mit Passanten teilt, die ihren Blick auf die Straße gerichtet haben? Und wieso bekommen 90 Prozent der Bevölkerung eigentlich genauso viel Platz wie die handylosen zehn Prozent?

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    Den chinesischen Behörden scheinen die kleinen Ungereimtheiten ihrer neuen Regelung nicht völlig entgangen zu sein: “Benutzung auf eigene Gefahr”, warnen die Verkehrsplaner ihre handywütige Bevölkerung vor der neuen Spur. Dumm nur, dass diese Warnung niemand zu Gesicht bekommen wird, für den sie nützlich wäre.

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    Mittwoch, 17. September 2014