Karneval der Gewalt: In Köln demonstrierten Hooligans Seite an Seite mit Neonazis gegen Salafisten

    Immer mehr Neonazis schließen sich der Vereinigung "Hooligans gegen Salafisten" an. Hier erfahrt Ihr mehr.

    Gestern verwandelte sich die sonst je eher liberale Feiermetropole Köln kurzzeitig in einen Karneval der Gewalt: Mehr als 4000 Hooligans versammelten sich in der Kölner Innenstadt, um – laut Organisatoren der Demo – friedlich (!) gegen die Bedrohung durch Salafisten zu demonstrieren.

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    Von “friedlich” konnte bei dieser von der Vereinigung “Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa)” ins Leben gerufenen Demo dann leider nicht die Rede sein. Kaum hatte der Umzug begonnen, wurde die Polizei mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Ein Polizeifahrzeug wurde von den Demonstranten umgeworfen und laut Polizeiangaben insgesamt 44 Beamte bei den Attacken verletzt.

    Der unlängst gegründeten Bewegung „Hooligans gegen Salafisten“ ist es gelungen, die sonst untereinander verfeindeten Hooligan-Gruppen zu vereinen. Allerdings schließen sich auch immer mehr Anhänger der rechtsextremen Szene der HoGeSa an und nutzen die Anti-Salafisten-Demos, um mit Neonnazi-Parolen und Deutschland-Fahnen Stimmung gegen Ausländer in Deutschland zu machen.

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    Die Polizei fürchtet jetzt, dass es durch diesen gefährlichen Zusammenschluss zu immer heftigeren Gewaltausschreitungen in Deutschland, z.B. bei Fußballspielen, kommen könnte. Denn auch wenn sich die Demonstraten den Kampf gegen Salafisten auf die Fahnen schreiben, eint sie vor allem eines, wie die Demo in Köln am Sonntag gezeigt hat: die Lust an sinnloser Gewalt.

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    Montag, 27. Oktober 2014