Darknet: Diese Gefahren lauern im geheimen Netz auf Euch

Das Darknet ist Faszination und Gefahr zu gleich. Die neuesten Filme und Musikalben können problemlos und anonym gezogen werden. Doch kaum einer weiß, auf welches gefährliche Spiel er sich da einlässt.

Es klingt einfach zu verführerisch: In den Weiten des Internets surfen, downloaden, Sachen verkaufen und kaufen, die nicht legal sind – und das alles völlig anonym und unbekannt. Drogen mit einem irrsinnig hohen Reinheitsgrad werden da versprochen, im Netz erzählt man sich, dass man im Darknet viel besser beraten ist, mal ein paar illegale Substanzen zu kaufen, als beim zwielichtigen Dealer, den Euer Kumpel über seinen Cousin kennt. Aber so anonym und sicher ist das Darknet gar nicht.

Das Darknet besteht aus verschiedenen anonymen Netzwerken, die im Gegensatz zum normalen Internet keinen zentralen Server zum Datenabruf verwenden. Der Zusammenschluss vieler Privat-PCs untereinander ermöglicht es so, verschlüsselte Daten abzurufen, bereitzustellen und weiterzuleiten. Somit ist eine vermeintliche Anonymität gewährleistet und die neuesten Kinofilme, Musikalben und Games sind nur einen Klick entfernt. Das klingt natürlich alles mehr als verlockend, doch wer sich auf diese illegalen Angebote einlässt, riskiert nicht nur seinen PC mit Viren zu verseuchen, sondern auch hohe Geldstrafen und Strafverfolgungen. Denn wie jedes System hat auch das Darknet seine Schwachstellen und ist nicht ganz so anonym und sicher wie bisher gedacht.

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Dies verdeutlichte vor allem die kürzlich erfolgte Festnahme des Administrators des Online-Drehkreuzes „Silk Road 2.0“ durch den amerikanischen Geheimdienst FBI. Auf der Seite wurden vor allem Drogen und illegale Dienstleistungen angeboten. Bislang galt die Plattform als besonders sicher und anonym und hatte über 150.000 Nutzer. Auch in Deutschland ermitteln die Fahnder vermehrt gegen den Online-Schwarzmarkt und spürten bereits illegale Online-Shops in Hessen auf. Insgesamt haben die Ermittlungen in Deutschland und in den USA zu 17 Festnahmen geführt. Und dies ist nur der Anfang. Das allgemeine Vertrauen des Internets soll nachhaltig erschüttert werden um eine Sache klarzustellen: Es gibt keine Anonymität im Netz.

Mittwoch, 12. November 2014