Eingesperrt vom eigenen Vater - So grausam wurde ein 13-jähriger Junge in den USA jahrelang gefangen gehalten

Vier Jahre lang galt der Junge als vermisst. Im Haus seines Vaters machte die Polizei nun eine grauenhafte Entdeckung.

Im Jahr 2010 fuhr ein neunjähriger Junge in den USA von Florida nach Georgia, um seinen Vater zu besuchen. Etwas ganz Normales für ein Kind, dessen Eltern getrennt leben, doch der kleine Junge kehrte von seinem Ausflug nie zurück. Seine Mutter meldete das Kind bei den Sozialbehörden als vermisst, ging aber nicht zur Polizei. Am Freitag, nach über vier Jahren, machte die Polizei im Haus des Vaters des Jungen eine schreckliche Entdeckung: Der Junge hatte das Haus nie verlassen, stattdessen hielt ihn der eigene Vater all die Jahre hinter einer doppelten Wand gefangen, berichtet der amerikanische Fernsehsender WSB-TV.

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Wir haben die Wand geöffnet und ihn gebeten, herauszukommen. Er war entsetzt. Er war ganz starr vor Angst”, sagte eine Polizistin im Interview mit dem Fernsehsender Channel 2. Nach Angaben des Senders habe die Polizei das Haus im US-Bundesstaat Georgia durchsucht, nachdem am Freitagabend ein Notruf wegen Kindesmisshandlung eingegangen war. Bei der ersten Suche blieb das Versteck des Jungen unentdeckt. Erst ein zweiter Anruf der Mutter, in dem sie Details des geheimen Gefängnisses ihres Sohnes nannte, ermöglichte es den Beamten, den mittlerweile 13-Jährigen zu befreien.

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Doch woher hatte die Mutter plötzlich diese Informationen? Offensichtlich war es dem Jungen irgendwie gelungen, seine Mutter anzurufen. Videoaufnahmen zeigen, wie sich Mutter und Sohn nach über vier Jahren Trennung auf der Polizeiwache weinend in den Armen liegen. Der Vater und seine 42-jährige Freundin müssen sich nun wegen Freiheitsberaubung und Kindesmisshandlung vor Gericht verantworten.

Doch trotz großer Freunde über die Befreiung erscheinen viele Dinge in dem Fall noch rätselhaft. Denn offenbar war der Junge nicht die ganze Zeit hinter der Wand eingesperrt. Nachbarn wollen den 13-Jährigen öfter im Garten des Hauses gesehen haben. Nach Informationen von Channel 2 soll nun geklärt werden, warum die Polizei nicht schon früher eingeschaltet wurde. Bis das Sorgerecht geklärt ist, befindet sich der Junge nun erstmal in der Obhut des Staates.

Montag, 01. Dezember 2014