Schluß mit lustig: Nintendo will Geld von den "Let's Play"-Machern

  • Nintendo hat sich mit seinem neuen Geschäftsmodell keine Freunde gemacht in der Gamer-Szene.

  • Der schwedische PewDiePie empfindet die Nintendo Aktion als "einen Schlag ins Gesicht für alle YouTube-Kanäle, die sich exklusiv auf Nintendo-Spiele fokussiert haben".

  • Die deutschen Gronkh und Sarazar sind nach eigener Angabe nicht betroffen, weil sie keine Nintendo-Spiele verwenden, finden die Nintendo Aktion aber "überzogen, weil deren Verkaufszahlen nachweislich von den Let's Play-Videos profitieren".

  • Der US-Gamer Zack Scott kritisiert das neue Nintendo Geschäftsmodell stark und sieht für etablierte YouTube-Gamer jetzt keinen Anlass mehr, Nintendo-Spiele in ihren Videos zu verwenden.

  • Der Kölner Gamer Dner hält die Entscheidung von Nintendo für falsch, weil "YouTube-Gamer andere für Nintendo-Spiele begeistern und dadurch den Umsatz des Spieleherstellers steigern".

  • Der deutsche Gamer Peter Smits hat eigentlich immer gerne Nintendo-Spiele getestet, hört aber jetzt damit auf, wenn Nintendo sein fragwürdiges Geschäftsmodell durchzieht.

  • CommanderKrieger ist einer der dienstältesten Gamer in Deutschland. Auch er kann Nintendos Gewinnstreben nicht gutheißen: "Ohne den Einsatz der YouTube-Gamer-Szene wären einige Nintendo-Spiele in Deutschland nie groß geworden."

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    Die fetten Jahre sind vorbei. Leider.

    Sie sind die Helden der Gamer-Szene: “Let’s Play”-Macher wie Gronkh, Dner und PewDiePie testen neue Videospiele, filmen sich beim Durchlaufen der verschiedenen Level und laden die Videos dann auf YouTube hoch. Eine Beschäftigung, mit der sich nebenbei auch noch richtig gut Kohle verdienen läßt.

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    Leider hat davon jetzt der japanische Spielerhersteller Nintendo Wind gekriegt und will nun ein Stück abhaben vom fetten Gamer-Kuchen. Nintendo launcht im März ein Programm, mit dem es nicht nur automatisch an den Einnahmen der YouTuber beteiligt wird, sondern diese auch kontrollieren kann.

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    Alle Gamer, die Nintendo-Software in ihren Video-Tutorials verwenden, sollen sich künftig über dieses Programm registrieren und müssen dann bis zu 40 Prozent ihres Gewinns an den Spiele-Riesen abtreten. Aber es kommt noch dicker: Nintendo darf außerdem alle Videos, die die Gamer in ihren YouTube-Channels hochladen, noch einmal gegenchecken.

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    Klar, dass diese Aktion bei den “Let’s Play”-Machern auf wenig Gegenliebe stößt. Für sie sind ihre aufwendig produzierten Gamevideos kostenlose Werbung für Nintendo. Einige Gamer haben auch schon angekündigt, ankündigt, bis auf Weiteres auf Nintendo-Inhalte in ihren Video zu verzichten. Was die Gamer-Community von Nintendos neuem Geschäftsmodell hält, seht Ihr in unserer Bilderstrecke.

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    Donnerstag, 05. Februar 2015