Bye Bye Magermodels: Frankreich führt strikte BMI-Regelung ein

  • Katrin Thormann: 2008 gab sie mit Strenesse Blue ihr Debüt in Berlin. Seitdem ging die Karriereleiter steil aufwärts: Sie lief u.a. für Narciso Rodriguez, Givenchy und Laurel.

  • Luisa Bianchin: Ihren Durchbruch feierte sie mit Marc Jacobs 2010, 2011 folgte eine Kampagne mit Topshop, bei der sie das Hauptmodel darstellte. Sie lief für diverse Shows für Jean Paul Gaultier und Moschino.

  • Nora Lony: Balenciaga buchte die Hamburgerin als Exklusivmodel, na, wenn das kein vielversprechendes Zeichen ist.

  • Franzi Müller: Sie hat alles, was ein Topmodell braucht: Eine große, feingliedrige Statur, ein markantes Gesicht und genug Charisma. Kein Wunder, dass Dior und Chanel Fans von ihr sind.

  • Esther Heesch: Sie ist auf Platz 35 der 50 wichtigsten Models weltweit und lief u.a. schon für Dior, Lanvin und Pack Rabanne. Entdeckt wurde sie beim Shoppen mit ihrer Mama. Na, wenn das kein Mädchentraum ist!

  • Kati Nescher: Sie begann ihre Modelkarriere erst mit 27, für die meisten Agenturen schon viel zu spät. Doch Kati zog ihr Ding durch und konnte große Designer wie Valentino, Marni und Missoni für sich gewinnen.

  • Corinna Ingenleuf: Bei Ford Models unter Vertrag lief sie schon u.a. für Sonia Rykiel und Richard Chai in ihrer ersten Saison.

  • Carola Remer: Sie verdankt ihrem markanten Gesicht ihren Erfolg und Wiedererkennungswert, den u.a. Mulberry, Dolce & Gabbana und Marchesa auch so an ihr schätzen.

  • Antonia Wesseloh: Die 17-Jährige stand schon für Prada, Sonia Rykiel und der Vogue vor der Kamera, lief für Louis Vuitton, Marc Jacobs und Anna Sui.

  • Tess Hellfeuer: Sie bekam die Ehre, für FW 2013/14 die Marc Jacobs Show zu eröffnen. Weiterhin lief sie für Louis Vuitton und Jonathan Saunders.

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    Endlich hat auch Frankreich dem Mager-Trend einen Riegel vorgeschoben.

    Zu dünne Models sind ein weltweit viel diskutiertes Thema, gegen das leider viel zu selten wirklich etwas unternommen wird. Bis jetzt: Denn das neuste französische Gesetz dürfte für einige Änderungen in der Mode-Welt sorgen.

    >>> #EffYourBeautyStandards: Das kurvigste Plus-Size-Model der Welt jetzt unter Vertrag

    Am Freitag verabschiedete das französische Parlament ein Gesetz, welches Mode-Labels und Designern in Zukunft verbietet, mit zu dünnen Models zusammenzuarbeiten. Wie ‘Reuters’ berichtet sei “die Aktivität zu modeln für diejenigen verboten, die einen geringeren Body Mass Index (BMI) haben als von den Gesundheitsbehörden festgelegt."

    In Zukunft benötigt jedes aktive Model ein ärztliches Attest, das einen BMI von mindestens 18 bestätigt, da ein gesunder BMI zwischen 18,5 und 24,5 liegt. Ein Verstoß gegen das neue Gesetz könnte dann eine Gefängnisstrafe von bis zu 6 Monaten und ein Bußgeld von 75 000 Euro zur Folge haben.

    >>> Nein zum Magerwahn: Modemekka Frankreich will dürre Models im Business verbieten

    Eine harte aber faire Ansage der französischen Regierung im Kampf gegen Essstörungen, vor allem in der Mode-Branche. 2006 hatte Spanien als erstes europäisches Land den Mindest-BMI-Wert für Models eingeführt, kurze Zeit später zogen auch Italien und Israel nach.

    Zwar wird immer wieder stark diskutiert, ob der BMI wirklich als Maßstab und eindeutiges Anzeichen für eine Essstörung gelten kann, ein deutlicher Schritt im Kampf gegen den Magerwahn ist es trotzdem. Schließlich gehört Frankreich und besonders die französische Hauptstadt Paris zu den wichtigsten Mode-Metropolen der Welt.

    Montag, 06. April 2015