Welt-Aids-Tag: Die 10 größten Mythen über HIV und Aids

  • Vielen Mythen ranken sich um HIV und Aids. Hier kommen die 10 größten.

  • 1. Um sich zu infizieren, muss man mehrmals mit dem HI-Virus in Kontakt gewesen sein. FALSCH: Das Virus muss nicht, kann aber auch schon beim allerersten oder einzigen Kontakt übertragen werden und zu einer Infektion führen.

  • 2. Eine Ansteckung ist nur beim Sex möglich. FALSCH: Das HI-Virus taucht in Blut, Samenflüssigkeit, Scheidensekret, Wundsekret, Eiter und in der Darmschleimhaut auf. Das größte Risiko besteht bei ungeschütztem Sex, aber auch durch kleine Verletzungen wie durch Tattoo-Nadeln und Piercings kann das Virus übertragen werden.

  • 3. Ein negativer HIV-Test bietet 100-prozentige Gewissheit, dass man gesund ist. FALSCH: Der Test sucht nach Antikörpern, die gegen das Virus produziert werden. Es kann allerdings bis zu drei Monate dauern, bis diese messbar sind. Erst ein wiederholter Test bietet wirkliche Sicherheit.

  • 4. HIV-Positive dürfen nicht mehr arbeiten, weil das Ansteckungsrisiko zu gross ist. FALSCH: Erkrankte dürfen sogar weiter als Krankenschwester und Arzt praktizieren. Allerdings kann es sein, dass sie nicht alle Aufgaben ausführen können, wenn bei offenen Wunden das Ansteckungsrisiko zu groß ist.

  • 5. Wer antiretrovirale Medikamente nimmt, kann niemanden anstecken. FALSCH: Diese Mittel verhindern nur, dass der Virus wächst und verlangsamen das Fortschreiten der Krankheit. Da die Viren damit nicht besiegt werden können, bleibt die Ansteckungsgefahr vorhanden.

  • 6. HIV-positive Mütter stecken ihre Kinder schon vor der Geburt an. FALSCH: Das kann, muss aber nicht sein. Wenn das Kind dann noch in der 38. Woche der Schwangerschaft per Kaiserschnitt geboren wird und die Mutter nach der Geburt nicht stillt, kann damit die Übertragungsrate auf unter zwei Prozent gesenkt werden.

  • 7. Man sieht Infizierten die Krankheit an. FALSCH: Die meisten Menschen bleiben auch mit HI-Virus jahrelang ohne Symptome. Auch völlig gesund aussehende Menschen können also HIV haben.

  • 8. HIV/Aids ist heilbar. FALSCH: Medikamente können das Fortschreiten der Krankheit zwar so gut aufhalten, dass HIV nicht mehr automatisch einen schnellen Tod bedeutet, da die Viren aber nicht komplett aus dem Körper entfernt werden können, ist eine vollständige Heilung nicht möglich.

  • 9. Sind beide Partner infiziert, sind Kondome beim Sex überflüssig. FALSCH: Auch bereits Erkrankte können sich reinfizieren. Dabei werden resistente HIV-Stämme von einem Partner auf den anderen übertragen. Dadurch kann die Wirkung der antiretroviralen Medikamente verschlechtert werden. Safer Sex ist also für alle wichtig.

  • 10. Man kann sich anstecken, wenn man mit Infiziertem aus einem Glas trinkt. FALSCH: Nur wenn Ihr eine offene Wunde im Mundbereich habt. Ansonsten bergen Küsse, Zungenküsse, Körperkontakte, Hautkontakte, gemeinsames Essen, die gemeinsame Nutzung von Geschirr, Kleidung und Wäsche oder die gemeinsame Nutzung von Schwimmbad, Sauna, Toiletten und Waschraum kein Infektionsrisiko.

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    Sollte man mit HIV-Infizierten besser nicht aus dem gleichen Glas trinken? Kann man sich nur beim Sex anstecken? Wir räumen mit den größten Mythen auf.

    Weltweit leben etwa 35 Millionen Menschen mit HIV. Jedes Jahr kommen rund 2,1 Millionen Menschen hinzu. Viele von ihnen haben noch immer keinen Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten und leiden unter Ausgrenzung und falschen Vorurteilen über die Krankheit. Der Welt-Aids-Tag – der jedes Jahr am 1. Dezember begangen wird – soll uns daran erinnern, dass das Virus noch immer ein großes Problem ist, über das wir sprechen müssen.

    >>> Macht schon das Vorspiel sicher: Zum Welt-Aids-Tag gibts von der MTV Staying Alive Foundation ein Emoji-Tastatur mit Kondom-Emoji

    Wissen ist das wichtigste Mittel im Kampf gegen die tödliche Krankheit: Durch Aufklärung könnten nicht nur zahlreiche Neuansteckungen verhindert, sondern auch Ausgrenzung von Erkrankten vermieden werden. Denn noch immer kursieren zahlreichen Mythen und falsche Geschichten über HIV und Aids, die dafür Sorgen, dass Infizierte gemieden und verurteilt werden und das in den meisten Fällen ohne Grund. Kann ich einem Aids-Kranken ohne Gefahr die Hand geben? Und schützen mich antiretrovirale Medikamente wirklich vor einer Ansteckung?

    Organisationen wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bieten eine Menge Informationen auf ihren Seiten, die wir für Euch zusammengetragen haben.

    Viele Ängste sind einfach unbegründet – bei anderen Dingen solltet Ihr vorsichtig sein! Seid schlau und macht Euch schlau. Baut Ängste ab und schützt Euch vor Dingen, die Euch gefahren können – hier kommen die 10 meistverbreitesten Mythen über HIV und Aids und die Antwort darauf.

    Mehr Informationen findet Ihr auf der offiziellen Homepage des Welt-Aids-Tages!

    Dienstag, 01. Dezember 2015