Wenn der Nachname über die Note entscheidet: #CampusRassismus zeigt wie normal Alltagsrassismus unter jungen Menschen ist

Anders behandelt werden, weil man aussieht, wie man aussieht. Das ist für viele Alltag, auch in Deutschland.

“Woher kommst du?”
“Aus Deutschland.”
“Ja, aber wo sind deine Wurzeln?”
Viele, deren Aussehen nicht dem klassischen deutschen Stereotyp entspricht, haben in ihrem Leben wahrscheinlich schon mal eine Unterhaltung wie diese geführt. Alltagsrassismus ist auch bei uns in Deutschland präsent. Vorurteile und dumme Sprüche sind für viele Deutsche Alltag und das einfach, weil sie so aussehen, wie sie aussehen.

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Auch an der Universität – einem Ort an dem man eigentlich offene und gebildet Menschen vermuten würde – gehört Diskriminierung zum normalen Umgang. Wie krass sich junge Menschen mit Alltagsrassismus rumärgern müssen, zeigt nun die Aktion #CampusRassismus, die die Hochschulgruppe “People of Color” der Unis Mainz und Frankfurt am Main gestartet hat. Unter dem gleichnamigen Hashtag sollen Studenten bis zum 18. Dezember von rassistischen Erlebnissen in ihrer Uni berichten.

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Hunderte Studenten folgten der Aufforderung prompt – mit schonungsloser Ehrlichkeit dokumentieren sie den alltäglichen Rassismus auf ihrem Campus:













Dabei sind Unis sicher nur einer von vielen Orten, an denen junge Menschen mit Alltagsrassismus zu kämpfen haben. Was habt Ihr für Erfahrungen in der Schule gemacht? Habt Ihr selber vielleicht einen Migrationshintergrund und müsst Euch deshalb mit Vorurteilen rumschlagen oder kennt Ihr jemanden, der auf Grund seiner Herkunft ausgegrenzt wird. Teilt Eure Erfahrungen mit uns!



Montag, 14. Dezember 2015