Chinesischer Künstler imitiert toten Flüchtlingsjungen

Wenn Tragödien zu "Kunst" werden!

Der chinesische Künstler Ai Weiwei legte sich selber an den Strand von Lesbos, um das unten stehende Foto nachzustellen, das vor ein paar Wochen um die Welt ging. Es handelte sich damals um einen dreijährigen Flüchtlingsjungen, der tot aufgefunden wurde – von den Wellen zurück an den Strand gespült. Viele Menschen waren daraufhin so ergriffen, dass sie erst da verstanden haben, wie dramatisch die Situation für die Flüchtenden wirklich ist.



Dass der Künstler für eine Ausstellung das Foto nachstellt, kommt nicht bei allen gleich gut an. Auch wir sind nicht sicher, ob das nun ein Wachrütteln ist oder vielmehr ein sich wichtig machen.

Gut, gibt es auch Projekte, die die richtigen Absichten verfolgen und direkt ins Herz treffen. Denn gerade in den Zeiten, wo Angst und Wut das Flüchtlingsthema bestimmen, brauchen wir Menschen, die für eine gute Integration einstehen. Was für eine Alternative bleibt uns als den Menschen zu helfen, sich in Deutschland wohl zu fühlen? Mit Hass erreichen wir nichts Positives. Schlimm genug, dass das viele nicht verstehen!

Wir stellen Euch hier ein Projekt vor, welches wir besonders toll finden. FLOW – Für Flüchtlinge! Orientierung und Willkommenskultur kommt aus Lübeck und möchte Flüchtlingen zwischen 16 und 25 Jahren ermöglichen, sich hier eine richtige Zukunft aufzubauen.

FLOW unterstützt sie in ihrer oft unsicheren und belastenden Lebenssituation, holt sie aus ihrer Isolation und hilft ihnen – nicht nur sprachliche – Barrieren zu überwinden. Bei FLOW bilden ein engagierter Lübecker und ein Flüchtling eine Partnerschaft (Tandem), um diesem bei der Integration in unsere Stadt und unser Land zu helfen.”

Das bedeutet konkret: Jeder Flüchtling kriegt einen Partner zur Seite gestellt. Gemeinsam reden sie über ihre Probleme, Sorgen, Ängste, Hoffnungen und Ziele. Die Partner versuchen den Flüchtenden bei ihren Fragen zu helfen. Und so toll sieht das dann aus:



Möchtet auch Ihr mithelfen? Dann informiert Euch beispielsweise hier oder sucht Euch ein Projekt, das Euch entspricht. Wegschauen ist nicht die Lösung!

>>> Stille im Krieg: Wenn Flüchtlingskinder schlafen

Montag, 01. Februar 2016