"Es waren doch nur zwanzig Minuten Spaß": So verteidigt ein Vater seinen Sohn nach Vergewaltigung

Er hatte eine tolle Schwimmerzukunft vor sich, war ein Student an der US-Elite-Uni Stanford. Doch Brock Turner hinterließ lebenslange Spuren an seinem Vergewaltigungsopfer. Und soll dafür nur 6 Monate hinter Gittern.

Es gibt Tage, an denen man sich fragt, wie fair die Welt eigentlich wirklich ist. Heute ist so ein Tag. Ein Gerichtsurteil hat nämlich die ganze Welt erschüttert: Brock Turner soll gerade einmal 6 Monate in den Knast kommen, nachdem er im vergangenem Jahr ein nun 23-jähriges Mädchen vergewaltigte. Der Grund? Mit seinen 20 Jahren und seinem ungeheuren Schwimmtalent, sei er einfach viel zu jung und viel zu vielversprechend, als dass man ihn für längere Zeit wegsperren sollte. Bei gutem Verhalten könnte Brock sogar gerade einmal 3 Monate hinter Gittern kommen.

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Vor allem die Verteidigungsrede, die sein Vater Dan A. Turner verfasst hat, zeigt wie sehr manche Menschen eine Vergewaltigung noch bis heute verharmlosen.



Hier die Übersetzung:
Brock’s Leben hat sich wegen des Ereignisses sehr verändert. Er wird nie wieder dieser gut gelaunte, strahlend durchs Leben laufende junge Mann sein. Jede Minute ist er besorgt, hat Angst und ist depressiv. Man kann es in seinem Gesicht erkennen, auch daran wie er läuft, wie er spricht, wie wenig er isst. Ich war früher immer richtig glücklich ihm ein fettes Steak oder Snacks zu kaufen. Ich musste immer meine Lieblingschips verstecken weil ich wusste, dass sie nicht mehr lange erhalten bleiben würden, wenn Brock erstmal von seinem Schwimmtraining zurück kam. Jetzt isst er kaum noch und wenn dann nur noch zum Überleben. Diese Urteile haben ihn und unsere Familie komplett zerstört. Sein Leben wird nie wieder so sein, wie er es sich gewünscht hat. Dabei hat er so hart dafür gekämpft. Das ist ein hoher Preis für gerade einmal 20 Minuten Spaß. Dass er jetzt einen Eintrag als Vergewaltiger erhält, verändert für immer wo er leben und arbeiten kann. Wen er besuchen kann. Wie und mit welchen Organisationen und Menschen er sprechen kann. Was ich als sein Vater sagen kann ist, dass im Gefängnis sein, nicht die angebrachte Strafe für Brock ist. Er hat keine einzige Straftat in der Vergangenheit begangen. Er war noch nie gewalttätig gegenüber irgendjemandem, nicht einmal am besagten Abend. Brock kann so viel Gutes tun und der Gesellschaft so viel beitragen, indem er andere gleichaltrige Mitstudenten über die Gefahren von zu viel Alkoholkonsum und sexueller Freizügigkeit warnt. Indem die Gesellschaft genau solche Menschen wie Brock hat, um andere mit ihren Erfahrungen zu unterrichten, kann eine Lösung für das Alkoholproblem gefunden werden. Brock sollte eine Freiheitsstrafe auf Bewährung erhalten. So kann er seinen Mitmenschen am Meisten etwas wiedergeben.

Im zweiten Teil erfahrt ihr, wie Brock’s Opfer auf die ganze Situation reagiert hat.

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Dienstag, 07. Juni 2016