Stanford-Fall: Richter von neuem Vergewaltigungsprozess enthoben

Die Öffentlichkeit ist empört über seinen Entschluss, Brock Turner für gerade einmal 3 Monate bestraft zu haben. Nun folgen die ersten Konsequenzen.

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Aaron Persky gehört aktuell wohl zu einem der unbeliebtesten Menschen im weltweiten Netz. Er traf im Stanford-Skandal das von vielen kritisierte Urteil, den Täter Brock Turner für gerade einmal 3 Monate in Haft zu nehmen. Sein Argument dabei war, dass eine längere Haftstrafe für Brock Turner ‘dramatische Folgen’ haben würde. Nachdem kurz darauf Buzzfeed und viele weitere Medienportale den unglaublich herzzereißenden Brief des Vergewaltigungsopfers publik machten, folgte schon bald eine Hasswelle gegen Brock Turner und Aaron Persky.

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Auf der weltweit größten Petitionsplattform, change.org, erstellte das Mitglied Maria Ruiz eine Petition, Aaron Persky von seinem Amt als Richter zu entheben. Die Petition hat bereits weit über 1 Millionen Unterschriften erhalten.

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Nun allerdings folgte schon die erste offizielle Konsequenz: Die Bezirksstaatsanwaltschaft von Santa Clara, wo Persky tätig ist, hat ihm untersagt, bei einem neuen Vergewaltigungsfall mitzubestimmen. In dem Fall, in dem ein Krankenpfleger eine betäubte Patientin vergewaltigte, bezweifle die Staatsanwaltschaft, dass Persky sich ‘gerecht daran beteiligen könne’. Vor kurzem ist bekannt geworden, dass dieser bereits 2011 ein ähnlich fragwürdiges Urteil fällte, bei dem ein College Baseball-Team dafür angeklagt worden war, eine Massenvergewaltigung an einem Mädchen verübt zu haben.

Derartige Entscheidungen zeigen wie wichtig es ist, dass sich jeder von uns traut mitzureden. Eine Stimme mag zwar nicht laut sein, doch wenn sich viele zusammensetzen, kann sogar ein Richter möglicherweise seinen Beruf verlieren. Wir drücken der Petition die Daumen!

Hier könnt ihr unterschreiben und die Zahl der Unterschriften vorantreiben.

Mittwoch, 15. Juni 2016