Als nächstes kommt der Texit: Texas nimmt sich Brexit zum Vorbild

Wenn der Stein einmal ins Rollen gerät ...

Vergangenen Freitag haben sich die Briten entschieden, nicht weiter Teil der Europäischen Union sein zu wollen. Ein schockierendes Ergebnis für die meisten von uns. Für einige Texaner ist der Brexit jedoch Anlass, Ähnliches für sich zu beanspruchen und schon ist die Diskussion um den Texit geboren.

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Einigen in Texas lebenden Menschen sind die Vereinigten Staaten bereits seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Sie leben einfach anders. Ihr Bundesstaat ist der einzige, dem die eigene Flagge noch wichtiger ist, als die US-Fahne, Menschen dürfen dort bewaffnet einkaufen gehen – und darauf sind viele Einwohner stolz. Wegen der vermeintlichen Besonderheit des Staates und seiner guten Wirtschaftsleistung wünschen sich vor allem die Nationalisten die Eigenständigkeit. Der Bruch der Briten, der mit dem Brexit beschlossen wurde, spielt ihnen absolut in die Karten. Nachdem die Ergebnisse aus Großbritannien feststanden, entschied sich Daniel Miller, der Vorstand einer nationalistischen Bewegung aus Texas dazu, den Gouverneur von Texas per Twitter anzuzwitschern:

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“Guten Morgen Greg Abbott. Wir sind bereit, über einen Texit abzustimmen. Worauf warten wir?” Das kann er doch nicht ernst meinen. Und ob er das kann! Tatsächlich finden sich schon einige Anhänger seiner Idee:





Und das ist nur eine klitzekleine Auswahl. Die Idee, sich von dem Staatenbund loszusagen, ist keinesfalls neu. Auf der Facebook-Seite hat Millers nationalistische Bewegung bereits über 265.000 Menschen dazu bewegt, eine Petition für den Austritt zu unterschreiben. Jetzt mit dem Brexit sieht der stolze Texaner eine weitere Chance, seine Loslösungsidee an den Mann zu bringen: “Wenn man ‘Großbritannien’ durch ‘Texas’, ‘EU’ durch ‘USA’ und ‘Brüssel’ durch ‘Washington DC’ ersetzt und den Leuten einen texanischen Akzent gibt, würde niemandem ein Unterschied auffallen.”

Montag, 27. Juni 2016