Sagt Hallo zu SuperMeat: Echtes Fleisch ohne echte Tiere

Züchten statt töten: Dieses Startup aus den USA will, dass Ihr Euer eigenes Fleisch anbaut.

Ihr mögt Hühner, richtig? Hühner sind süß! Wie wäre es, sie dann einfach nicht umzubringen? – Mit dieser Aussage startet das amerikanische Startup SuperMeat das offizielle Video seiner Crowdfunding-Kampage. Denn wer Fleisch essen will, muss keine Tiere mehr töten, so der Claim von SuperMeat. Und NEIN, wir sprechen hier nicht von Fleischimitaten a lá Weizenfleisch und Co., wir sprechen von 100 Prozent echtem Fleisch, wie es sonst nur von mehr oder weniger glücklichen Hühnern kommt.



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Wie das funktionieren soll? Mit Tierzellen, die mit einer Maschine kultiviert werden und genau diese will SuperMeat nun bauen. Sollte das Startup seine Wundermaschine tatsächlich in Gang bekommen, steht tierlosem Fleisch zumindest aus technischer Sicht nichts mehr im Wege: Dafür wird einem echten Huhn eine winzige Gewebeprobe entnommen, die in einer Nährlösung zu einem Streifen herangezüchtet wird. Dieser wird dann in die SuperMeat-Maschine gesteckt und kann dann dort zu echtem Fleisch heranwachsen, für das keine Tier leiden müssen.

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Wenn alles klappt, will SuperMeat seine Maschine in die Supermärkte und schließlich auch in Eure Küche bringen. Und sollte das tatsächlich gelingen, könnte dass Einfluss auf die Zukunft unserer Erde haben: 99 % weniger Landnutzung zur Tierhaltung, 96 % weniger Wasserverbrauch und 96 % weniger Treibhausgasemission verspricht das Unternehmen in seiner Indiegogo-Kampagne, zudem soll das echt unechte Fleisch noch viel gesünder sein als sein tierischer Counterpart, weil es viel weniger Fett enthält. Ganz abgesehen mal davon, dass echte Hühner für die Nahrungsmittel weder in enge Käfige gesperrt -, noch in ihrem eigenen Kot stehen müssen.

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Die Chancen, dass der fleischlose Fleischtraum wahr wird, stehen gar nicht schlecht: Die Kampagne wurde mit 159,953 Dollar bereits Wochen vor Enddatum erfolgreich gefundet. Allerdings fehlen den Wissenschaftlern noch immer ca. 30 Millionen Dollar, um ihr Projekt in die Realität umzusetzen.

Fleisch ohne Tierleiden klingt zu gut, um wahr zu sein und ihr fragt euch, wo jetzt eigentlich der Haken ist? Konkret gibt es erst mal keinen, man muss sich wahrscheinlich nur die Frage stellen, ob man hochgezüchtete Körperteile von Tieren aus der Küchenmaschine für eine essbare Mahlzeit hält oder vielleicht doch lieber auf Fleisch verzichten will.

Dienstag, 16. August 2016